Gesichter der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW

Erfolgsgeschichten aus unserem Netzwerk

Lerne inspirierende Persönlichkeiten aus unserem Alumni-Netzwerk kennen, die mit ihren Werdegängen beeindrucken und das Netzwerk bereichern.

Alex Ackermann

Welchen Studiengang und/oder welche Weiterbildung/en hast du an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW absolviert?
Ich habe den Bachelor of Science FHNW in Angewandter Psychologie im Jahr 2014 sowie den Master of Science FHNW in Angewandter Psychologie mit Vertiefung Arbeits- und Organisationspsychologie im Jahr 2017 abgeschlossen.

In welcher Funktion und für welchen Arbeitgeber arbeitest du?
Seit Anfang 2025 bin ich Inhaber und Geschäftsleiter der iek Institut für emotionale Kompetenz AG in Bern und Zürich. Gemeinsam mit unserem Team begleite ich Organisationen bei der Besetzung von Schlüsselpositionen, der Beurteilung von Führungspotenzial sowie der Entwicklung von Führungskräften und Teams. Dabei verbinden wir Executive Search, Assessment und Development. Mich beschäftigt immer wieder die Frage, was Menschen befähigt, Vertrauen aufzubauen, Orientierung zu geben und auch in anspruchsvollen Führungssituationen wirksam zu bleiben.

Bitte stelle uns rasch in wenigen Sätzen deinen Weg von deiner Ausbildung an der Hochschule für Angewandte Psychologie zur aktuellen Tätigkeit vor.
Mein Weg verlief nicht geradlinig. Ursprünglich habe ich Buchhändler gelernt und viele Jahre im Buchhandel gearbeitet, zuletzt auch in Führungsfunktionen. Dabei begann ich mich zunehmend für die Themen Führung, Zusammenarbeit und Personalentwicklung zu interessieren. Mit Anfang dreissig absolvierte ich die Berufsmaturität und entschied mich anschliessend für den zweiten Bildungsweg. Während sieben Jahren studierte ich berufsbegleitend Angewandte Psychologie an der FHNW. Parallel dazu sammelte ich Erfahrungen in der Personal- und Organisationsentwicklung, unter anderem bei der SBB. Nach verschiedenen Stationen in der Eignungsdiagnostik, Personalentwicklung und Führungsberatung durfte ich Anfang 2025 im Rahmen einer Nachfolgelösung das iek übernehmen. Damit wechselte ich vom Angestellten zum Unternehmer. Ein Schritt, der mit viel Verantwortung verbunden ist und mich täglich weiterlernen lässt.

Was war besonders herausfordernd auf diesem Weg?
Die grösste Herausforderung war die Kombination von Studium, Beruf und Privatleben über viele Jahre hinweg. Gleichzeitig gab es immer wieder Phasen, in denen nicht klar war, wohin der Weg führen würde. Rückblickend habe ich gelernt, dass Entwicklung selten geradlinig verläuft und dass man nicht auf jede Frage sofort eine Antwort haben muss.

Was sind rückblickend Erfolgsfaktoren auf diesem Weg auch im Sinne von Tipps und Tricks für die anderen Absolvent*innen?
Mir hat geholfen, neugierig zu bleiben und Gelegenheiten wahrzunehmen, auch wenn sie nicht Teil eines klaren Plans waren. Viele wichtige Entscheidungen in meinem Leben entstanden nicht aus einem Masterplan, sondern aus Interesse und der Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Rückblickend haben mich sowohl das Studium als auch die unterschiedlichen beruflichen Stationen geprägt. Gerade die Verbindung von psychologischem Fachwissen und praktischer Führungserfahrung erlebe ich heute als wertvoll. Mein Rat wäre deshalb, den eigenen Weg nicht zu stark mit jenem anderer zu vergleichen. Oft ergibt vieles erst im Nachhinein Sinn.

Gibt es bestimmte Strategien, die dir helfen, Beruf und Privatleben in herausfordernden Phasen auszubalancieren?
Bewegung ist für mich ein wichtiger Ausgleich. Sport und die Natur helfen mir, Abstand zum Arbeitsalltag zu gewinnen und neue Energie zu tanken. Gerade draussen unterwegs zu sein ist mir wichtig, auch wenn das im Alltag manchmal zu kurz kommt. Ebenso wichtig sind mein Partner, Freundschaften und regelmässige Auszeiten. Mit den Jahren habe ich gelernt, bewusster auf meine Ressourcen zu achten und rechtzeitig einen Schritt zurückzutreten.

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