Erfolgsgeschichten aus unserem Netzwerk
Lerne inspirierende Persönlichkeiten aus unserem Alumni-Netzwerk kennen, die mit ihren Werdegängen beeindrucken und das Netzwerk bereichern.

Welchen Studiengang und/oder welche Weiterbildung/en hast du an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW absolviert?
An der FHNW habe ich im Herbst 2012 den MSc in Angewandter Psychologie abgeschlossen. Danach habe ich über die letzten 13 Jahre weitere Weiterbildungen absolviert. Unter anderem den CAS Coaching Praktiker an der FHNW, Hochschule für Soziale Arbeit.
In welcher Funktion und für welchen Arbeitsgeber arbeitest du?
Seit 2018 arbeite ich als Spezialist Personal- und Organisationsentwicklung bei der Schweizerischen Post. Das Themenspektrum reicht von Lernen und Entwickeln, über Leadership hin zu Change, Transformation und Kultur.
Bitte stelle uns rasch in wenigen Sätzen deinen Weg vom Studium an der Hochschule für Angewandte Psychologie zur aktuellen Tätigkeit vor.
Nach dem MSc in Angewandter Psychologie im November 2012, ergatterte ich einen der begehrten Trainee Plätze bei der Schweizerischen Post. Dadurch konnte ich in zwei interessante Bereiche reinschnuppern (Gesundheitsmanagement und HR Strategie und Entwicklung). Ich erhielt danach eine Festanstellung bei der Post und arbeitete einige Jahre als Sicherheitsfachmann im Bereich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes. Ein Jahr lang leitete ich zudem auf Konzernstufe das Gesundheitsmanagement der Post, bevor ich in meine aktuelle Stelle als Spezialist Personal- und Organisationsentwicklung wechselte.
Was war besonders herausfordernd auf diesem Weg?
Obwohl ich das Masterstudium Teilzeit absolvierte (daneben war ich als Werkstudent bei der Credit Suisse angestellt), war es für mich sehr schwierig mittels Direkteinstieg in den Arbeitsmarkt zu gelangen. Damals war unser Berufsbild noch nicht so bekannt. So entschied ich mich nach einiger Zeit, ein Trainee Programm zu absolvieren. Der Fakt, dass wir als Angewandte Psychologen in vielen Branchen und Funktionen vielseitig eingesetzt werden können, macht diesen Umstand (Jobsuche) nicht einfacher.
Was sind rückblickend Erfolgsfaktoren auf diesem Weg auch im Sinne von Tipps und Tricks für die anderen Absolvent*innen?
Eine stetige persönliche Weiterentwicklung mittels Weiterbildungen «off» und «on the job» erachte ich als sehr wertvoll, denn dies hält euer Profil interessant und frisch. Wenn ihr zudem einen übergeordneten Plan verfolgt, kann dies hilfreich sein. Die gewählten Weiterbildungen müssen euch aber Spass machen. Denn dann seid ihr in der Lage, eine Leidenschaft für eure Themen zu entwickeln, die eure Mitarbeitenden und Arbeitskolleg:innen auch spüren werden.
Bei Interesse seht ihr hier, welche Weiterbildungen ich neben der FHNW in den letzten 13 Jahren absolviert habe: Projektmanagement (SGO Training), Visuelle Moderation, Professional Scrum Master I (Scrum.org), Agile Culture Coach (Synnecta), CAS Change Manager (HWZ, SGO Business School), Culture Coach (The Culture Institute), Agile Leadership (BrainBirds), OKR Coach (Workpath)».
Gibt es bestimmte Strategien, die dir helfen, Beruf und Privatleben in herausfordernden Phasen auszubalancieren?
Seit 10 Jahren arbeite ich 80%. Der Entscheid dazu viel bei mir bereits im Studium und wurde bei der Geburt meines ersten Kindes in die Tat umgesetzt. Für mich war dieser Entscheid der Richtige und brachte und bringt nach wie vor eine Entlastung mit sich. Damit verbunden musste ich aber lernen, dass ich meinen Teilzeittag und mein Weekend nicht dazu nutze, um dringende berufliche Arbeiten zu erledigen – dazu benötigte ich ein paar Anläufe.
Genügend Bewegung, Sport oder eine längere Reise tragen natürlich auch dazu bei, den Kopf frei zu bekommen, um mit neuer Objektivität an die Sachen heranzugehen. Ich übe mich oft in der Haltung, mich selbst nicht zu wichtig zu nehmen :-). So versuche ich bei meinem Wirken als PE/OE Spezialist die Systeme so zu befähigen/gestalten, dass sie auch bei einem Ausfall meinerseits oder anderen zentralen Akteure weiter bestehen können.